Veranstaltungssicherheit: Fragen und Antworten
Wissen · 39 Fragen und Antworten
Diese Seite beantwortet häufige Fragen zum Veranstaltungsschutz: rechtliche Pflichten und Auflagen, Personalbedarf und Qualifikation des Ordnungsdienstes, Kosten, Einlass und Akkreditierung, Crowd Management sowie Notfall und Räumung. B.O.S. FRANKEN SECURITY stellt für Veranstaltungen qualifiziertes Sicherheits- und Ordnungspersonal, Einlass- und Zugangskontrollen, Backstage-Sicherheit sowie Verkehrs- und Parkplatzmanagement. Das Unternehmen ist deutschlandweit im Einsatz, gemeinsam mit Kooperationspartnern auch in Österreich und der Schweiz. Die Antworten geben einen allgemeinen Überblick; verbindlich sind die Auflagen der zuständigen Behörde und ein individuelles Angebot.
Rechtliche Pflichten & Auflagen
Ab wann braucht man bei einer Veranstaltung einen Sicherheitsdienst?
Eine allgemeingültige Besucherzahl gibt es nicht. Die Muster-Versammlungsstättenverordnung verlangt Sicherheitskonzept und Ordnungsdienst zwingend bei Versammlungsstätten mit mehr als 5.000 Besucherplätzen sowie immer dann, wenn es die Art der Veranstaltung erfordert. Darunter entscheidet die Genehmigungsbehörde im Einzelfall anhand von Gefährdungsbeurteilung, Örtlichkeit, Besucherstruktur und Ablauf. Maßgeblich ist das jeweilige Landesrecht, nicht die Musterfassung.
Was muss in einem Sicherheitskonzept für ein Event alles drinstehen?
Ein Sicherheitskonzept beschreibt Veranstaltung, Örtlichkeit und Risiken sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen. Typische Bestandteile sind Gefährdungsbeurteilung, Kapazitätsberechnung, Flucht- und Rettungswege, Mindestzahl und Leitung des Ordnungsdienstes gestaffelt nach Besucherzahl und Gefährdungsgrad, Einlass- und Besucherlenkungskonzept, Sanitäts- und Brandschutzdienst, Kommunikationswege, Alarmierungs- und Räumungsplan sowie vorbereitete Sicherheitsdurchsagen. Ergänzend gehören Zuständigkeiten und Behördenabstimmung hinein.
Siehe auch: Konzepterstellung
Wer haftet, wenn auf einer Veranstaltung ein Besucher verletzt wird?
Grundsätzlich haftet der Veranstalter, weil ihn die Verkehrssicherungspflicht trifft. Er muss vorhersehbare und typische Gefahren mit zumutbaren Mitteln abwehren. Beauftragt er einen Sicherheitsdienst, bleibt er für dessen sorgfältige Auswahl, Einweisung und Überwachung verantwortlich; Fehler des Dienstleisters können auf ihn zurückfallen. Der Sicherheitsdienst haftet daneben für eigenes Verschulden. Schriftliche Beauftragung, Qualifikationsnachweise und Dokumentation sind im Schadensfall entscheidend.
Muss ich das Sicherheitskonzept mit Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr abstimmen?
Ja, bei größeren Veranstaltungen ist die Abstimmung vorgeschrieben oder faktisch unumgänglich. Die Versammlungsstättenverordnung verlangt bei mehr als 5.000 Besucherplätzen ausdrücklich das Einvernehmen mit den für öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständigen Stellen, insbesondere Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch darunter koordinieren Kommunen Auflagen über das Ordnungsamt. Planen Sie Vorlauf ein: Abstimmungsrunden beginnen oft Monate vorher.
Darf ich Vereinsmitglieder oder Freunde als Ordner einsetzen?
Teilweise ja, aber nicht unbegrenzt. Wer gewerbsmäßig fremdes Leben oder Eigentum bewacht, braucht eine Erlaubnis nach § 34a GewO, Unterrichtung oder Sachkunde und einen Eintrag im Bewacherregister. Unentgeltlich helfende Vereinsmitglieder fallen oft nicht darunter, sollten aber nur einfache Ordneraufgaben übernehmen. Behördliche Auflagen, Verbandsvorgaben und Versicherungsschutz können trotzdem geschultes Personal verlangen. Im Zweifel vorab mit Ordnungsamt und Versicherer klären.
Personalbedarf & Qualifikation
Wie viele Ordner braucht man pro 1000 Besucher?
Eine gesetzlich festgelegte Quote existiert nicht. Die Mindestzahl wird im Sicherheitskonzept gestaffelt nach Besucherzahlen und Gefährdungsgraden festgelegt und mit der Behörde abgestimmt. Maßstab ist, dass die Veranstaltungsfläche geräumt werden kann, bevor die Feuerwehr eintrifft, und dass alle Aufgaben abgedeckt sind: Einlass, Bühnengraben, Rettungswege, Streife, Parkplatz. Behördliche Vorgaben sind Mindestwerte, keine Obergrenzen.
Stimmt die Faustformel ein Ordner pro 100 Besucher?
Nein, als alleiniger Maßstab ist sie unbrauchbar. Die Formel berücksichtigt weder die konkreten Aufgaben des Ordnungsdienstes noch Örtlichkeit, Uhrzeit, Alkoholausschank, Publikumsstruktur oder Bühnenaufbau. Ein bestuhltes Konzert braucht anderes Personal als ein Open-Air mit Stehplätzen und Bühnengraben. Seriös ist eine aufgabenbezogene Berechnung: Jede Position wird definiert, mit Schichten hinterlegt und im Sicherheitskonzept begründet.
Welche Qualifikation müssen Ordner bei einer Veranstaltung haben?
Mindestens eine Unterrichtung nach § 34a GewO, für bestimmte Tätigkeiten die Sachkundeprüfung. Alle gewerblichen Bewachungskräfte müssen im Bewacherregister eingetragen und zuverlässig sein. Für Führungsfunktionen bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen ist die Sachkundeprüfung vorgeschrieben. Sinnvoll sind zusätzlich Einweisung in das Sicherheitskonzept, Deeskalationstraining, Erste Hilfe sowie Kenntnis der Flucht- und Rettungswege der konkreten Veranstaltungsstätte.
Brauchen Security-Mitarbeiter auf einem Festival eine Sachkundeprüfung?
Nicht alle, aber die leitenden Kräfte. Nach § 34a GewO ist die Sachkundeprüfung für Personen in leitender Funktion bei der Bewachung zugangsgeschützter Großveranstaltungen vorgeschrieben; Open-Air-Veranstaltungen gelten üblicherweise ab etwa 5.000 Besuchern als Großveranstaltung. Übrige Ordnungsdienstkräfte benötigen mindestens die Unterrichtung und einen Eintrag im Bewacherregister. Behördliche Auflagen können strengere Anforderungen festlegen.
Kosten & Angebot
Was kostet ein Sicherheitsdienst für eine Veranstaltung pro Stunde?
Marktüblich liegen Stundensätze im Veranstaltungsschutz je nach Region und Qualifikation etwa zwischen 30 und 50 Euro netto pro Kraft. Preistreiber sind Qualifikationsstufe, Einsatzzeitpunkt, Teamgröße, Anfahrt und Dokumentationsaufwand. Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge kommen hinzu. Seriöse Anbieter kalkulieren nach tatsächlichem Personalbedarf und Schichtplan statt pauschal. Ein belastbarer Preis entsteht erst nach Sichtung von Ablaufplan und Örtlichkeit.
Was kostet Security für ein Stadtfest mit 5.000 Besuchern?
Eine seriöse Pauschale gibt es nicht, weil die Kosten vom Personalbedarf abhängen. Kalkuliert wird über Positionen und Schichten: Einlass, Streife, Bühnenbereich, Rettungswege, Parkraum, Nachtwache. Bei marktüblichen 30 bis 50 Euro netto pro Kraft und Stunde ergibt sich der Preis aus Anzahl der Kräfte mal Schichtstunden. Hinzu kommen Zuschläge, Einsatzleitung, Anfahrt und gegebenenfalls Absperrtechnik.
Warum sind die Stundensätze von Sicherheitsdiensten so unterschiedlich?
Weil hinter dem Stundensatz unterschiedliche Leistungen stehen. Tarifbindung, Qualifikationsstufe, Zuschläge, Einsatzleitung, Ausbildung, Ausrüstung, Versicherungssumme, Dokumentation und Zertifizierungen wirken direkt auf den Preis. Sehr niedrige Angebote deuten häufig auf ungeschultes Personal, Subunternehmerketten oder fehlende Zuschlagskalkulation hin. Vergleichen Sie deshalb nicht den Stundensatz, sondern das Gesamtpaket aus Positionen, Schichtplan, Qualifikationen und Nachweisen.
Wie kurzfristig kann ich Sicherheitspersonal für eine Veranstaltung buchen?
Kleine Einsätze sind oft binnen weniger Tage machbar, größere brauchen Vorlauf. Faustregel: einfache Einlass- oder Objektbesetzungen kurzfristig, Veranstaltungen mit Sicherheitskonzept, Behördenabstimmung und zweistelligem Personalbedarf mehrere Wochen bis Monate. Kritisch sind Wochenenden in der Festival- und Weihnachtsmarktsaison, weil dann bundesweit Personal gebunden ist. Fragen Sie mit Datum, Ort, Besucherzahl und Ablaufplan an.
Siehe auch: Kontakt und Anfrage
Welche Angaben braucht ein Sicherheitsdienst für ein verbindliches Angebot?
Für ein belastbares Angebot werden Datum und Uhrzeiten inklusive Auf- und Abbau, Veranstaltungsort mit Lageplan, Art der Veranstaltung, erwartete Besucherzahl, Publikumsstruktur, Ausschankkonzept, vorhandene Absperrtechnik, behördliche Auflagen und die gewünschten Aufgaben benötigt. Je genauer der Ablaufplan, desto präziser die Positions- und Schichtkalkulation. Fehlen Angaben, kann nur eine Spanne genannt werden.
Einlass & Akkreditierung
Darf der Sicherheitsdienst am Einlass meine Tasche durchsuchen?
Nur mit Ihrer Einwilligung. Der Veranstalter kann die Kontrolle über sein Hausrecht zur Bedingung für den Einlass machen, erzwingen darf der Sicherheitsdienst sie aber nicht. Verweigern Besucher die Kontrolle, ist die zulässige Konsequenz die Zutrittsverweigerung, nicht die Durchsuchung. Ein Griff in die Tasche oder Abtasten ohne Zustimmung ist unzulässig; Zwangsdurchsuchungen bleiben der Polizei vorbehalten.
Was darf Security beim Einlass kontrollieren und was nicht?
Erlaubt ist alles, was auf Hausrecht und Einwilligung beruht: Ticketprüfung, Sichtkontrolle von Taschen, Abgleich mit der Hausordnung und Zurückweisung verbotener Gegenstände wie Waffen, Pyrotechnik oder Glasflaschen. Nicht erlaubt sind erzwungene Durchsuchungen, das Einbehalten von Ausweisen sowie Maßnahmen ohne sachlichen Grund. Festhalten ist nur im Rahmen des Jedermann-Festnahmerechts bei frischer Tat zulässig.
Was bedeutet Akkreditierung bei einer Veranstaltung?
Akkreditierung ist die vorab geregelte Vergabe von Zugangsberechtigungen an Personen ohne normales Ticket. Betroffen sind Künstler, Crew, Technik, Presse, Dienstleister, Catering und VIP-Gäste. Vor Ort werden Identität und Berechtigung geprüft und gegen Bändchen, Badge oder Chip getauscht, der bestimmte Zonen freischaltet. Sauber geführte Akkreditierungslisten sind Voraussetzung dafür, dass Zonenkontrollen überhaupt funktionieren.
Wie funktioniert ein Zonenkonzept mit Bändchen und Ausweisen?
Das Gelände wird in Zonen wie Besucherbereich, Vorderbühne, Backstage, Produktion und VIP unterteilt, jede Zone erhält eine eigene Berechtigung. Farbige Bändchen, Badges oder RFID-Chips zeigen, wer wohin darf; an den Übergängen kontrolliert Personal. Wichtig sind eindeutige Kennzeichnung, dokumentierte Ausgabe, fälschungssichere Merkmale und ein festes Verfahren für Verlust, Nachträge und Tageswechsel.
Wie wird der Backstage-Bereich bei einem Konzert abgesichert?
Backstage wird als eigene Zone mit definierten Übergängen gesichert. Üblich sind ein zentraler Zugang mit ständiger Besetzung, Berechtigungsprüfung über Badge oder Bändchen, abgesicherte Anlieferung und Künstlerzufahrt, Begleitung von Gästen sowie Schutz von Garderoben und Produktionsbüro. Ergänzend werden Fluchtwege freigehalten und der Übergang zur Bühne kontrolliert. Umfang und Postenzahl richten sich nach Künstleranforderungen und Geländezuschnitt.
Crowd Management & Besucherlenkung
Was ist Crowd Management und wann brauche ich es?
Crowd Management ist die planvolle Steuerung von Menschenmengen, damit gefährliche Dichten gar nicht erst entstehen. Es umfasst Kapazitätsberechnung, Wegeführung, Ein- und Auslassplanung, Zonierung, Beobachtung der Dichte und definierte Eingriffsschwellen. Nötig wird es überall, wo viele Menschen auf begrenzter Fläche zusammenkommen: Open-Airs, Stadtfeste, Weihnachtsmärkte, Sportveranstaltungen und Messen. Reines Reagieren vor Ort ersetzt es nicht.
Ab welcher Personendichte wird eine Menschenmenge gefährlich?
Kritisch wird es ab etwa vier bis fünf Personen pro Quadratmeter, weil dann individuelle Bewegung und freies Atmen kaum noch möglich sind und sich Druckwellen durch die Menge fortpflanzen. Regelwerke rechnen für Stehplatzflächen deshalb konservativer, in Deutschland üblicherweise mit zwei Personen pro Quadratmeter. Entscheidend ist neben der Dichte die Bewegungsrichtung: Gegenläufige Ströme erhöhen das Risiko erheblich.
Wofür ist der Bühnengraben da und wie wird er besetzt?
Der Bühnengraben zwischen Bühne und Publikumsbarriere schafft einen freien Arbeitsraum für Ordnungs- und Rettungskräfte. Von dort wird die vorderste Publikumsreihe beobachtet, Besucher werden bei Druck oder Kreislaufproblemen über die Barriere gezogen und zum Sanitätsdienst gebracht. Besetzt wird er mit erfahrenen Kräften in Sichtkontakt zur Einsatzleitung, dazu Wasserausgabe, definierte Ausgänge und eine feste Übergabestelle.
Was ist ein Wellenbrecher und wann ist er sinnvoll?
Ein Wellenbrecher ist eine versetzte Gitterreihe im Publikumsbereich, die Druck aus der Menge abfängt und große Menschenmengen in kleinere Abschnitte teilt. Sinnvoll ist er bei Stehplatzflächen vor Bühnen mit hoher Erwartungsdichte, langen Anlaufwegen oder Gefälle. Zusammen mit Bühnengitter und definierten Gassen entstehen Zugänge für Rettungs- und Sicherheitskräfte, die jederzeit begehbar bleiben müssen.
Wie breit müssen Rettungswege bei einer Open-Air-Veranstaltung sein?
Die Muster-Versammlungsstättenverordnung bemisst Rettungswege nach Personenzahl: bei Versammlungsstätten im Freien und in Sportstadien 1,20 Meter je 600 darauf angewiesene Personen, bei sonstigen Versammlungsstätten 1,20 Meter je 200 Personen. Jeder Teil eines Rettungsweges muss mindestens 1,20 Meter breit sein. Maßgeblich sind das Landesrecht und die konkrete Baugenehmigung.
Wie sichere ich ein Stadtfest gegen Fahrzeugangriffe ab?
Überfahrschutz wird heute regelmäßig als Auflage verlangt. Üblich sind zertifizierte mobile Poller oder Sperren an den Zufahrten, ergänzt durch Betonelemente, Fahrzeugsperren und personelle Bewachung der Durchlässe für Rettungs- und Lieferverkehr. Die Anordnung muss mit Polizei und Ordnungsamt abgestimmt sein und Rettungswege freihalten. Zuständigkeit, Kostenträgerschaft und Beschaffung brauchen deutlichen Vorlauf.
Notfall, Räumung & Evakuierung
Was gehört in einen Notfallplan für eine Veranstaltung?
Ein Notfallplan legt fest, wer bei welchem Ereignis was tut. Er enthält Szenarien wie Brand, medizinischer Notfall, Unwetter, Bombendrohung und Massenandrang, dazu Alarmierungswege, Erreichbarkeiten, Meldeketten, Sammelplätze, Zufahrten für Rettungskräfte, vorbereitete Durchsagetexte und Abbruchkriterien. Wichtig sind eindeutige Entscheidungsbefugnisse, ein gemeinsamer Funkkanal und eine Einweisung aller Kräfte vor Dienstbeginn.
Was ist der Unterschied zwischen Räumung und Evakuierung?
Räumung meint das schnelle Verlassen eines Bereichs bei akuter Gefahr, etwa Brand oder Unwetter, meist über die Flucht- und Rettungswege innerhalb weniger Minuten. Evakuierung bezeichnet das geplante, längerfristige Verbringen von Menschen aus einem Gebiet, häufig behördlich angeordnet und über Stunden organisiert. Im Veranstaltungsalltag ist fast immer die Räumung gemeint; beide Fälle gehören ins Sicherheitskonzept.
Wer darf entscheiden, eine Veranstaltung abzubrechen?
Die Entscheidung trifft grundsätzlich der Veranstalter oder die von ihm benannte Veranstaltungsleitung, im Sicherheitskonzept namentlich festgelegt. Behörden wie Polizei, Feuerwehr oder Ordnungsamt können den Abbruch anordnen, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Praktisch fällt die Entscheidung in einer gemeinsamen Lagebesprechung. Deshalb gehören Abbruchkriterien, Zuständigkeiten und Durchsagetexte vorab schriftlich in das Konzept.
Wie lange darf die Räumung einer Versammlungsstätte dauern?
Eine feste Minutenzahl schreibt die Versammlungsstättenverordnung nicht vor. Maßstab ist, dass die Versammlungsstätte geräumt sein kann, bevor die Feuerwehr eintrifft, und dass die bemessenen Rettungswege den Personenstrom aufnehmen. In Brandschutz- und Entfluchtungsnachweisen wird die Räumungszeit rechnerisch oder simulativ ermittelt und häufig als 95-Perzentil bewertet. Verbindlich sind Baugenehmigung und Behördenabstimmung.
Was passiert bei Unwetter während eines Open-Air-Konzerts?
Bei Unwetter greift das vorab definierte Wetterkonzept. Üblich sind laufende Wetterbeobachtung mit Warnschwellen für Windgeschwindigkeit, Gewitter und Starkregen, gestufte Maßnahmen von Showstopp über Abrüsten gefährdeter Aufbauten bis zur Räumung sowie ausgewiesene Schutzbereiche und Rückwege. Der Ordnungsdienst lenkt Besucher und hält Rettungswege frei. Entscheidend sind klare Auslösekriterien, Zuständigkeiten und vorbereitete Durchsagen.
Veranstaltungstypen
Welche Sicherheitsauflagen gelten für einen Weihnachtsmarkt?
Die Auflagen legt die Kommune im Genehmigungsverfahren fest, abgestimmt mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Typisch sind ein Sicherheitskonzept, Überfahrschutz an den Zufahrten, freie Rettungswege zwischen den Buden, Brandschutzauflagen für Heizgeräte und Gas, ein Ordnungsdienst mit definierten Positionen sowie Regelungen für Anlieferung und Nachtsicherung. Umfang und Personalbedarf hängen von Lage, Größe und Besucherfrequenz ab.
Brauche ich für eine Firmenfeier mit 300 Gästen einen Sicherheitsdienst?
Gesetzlich vorgeschrieben ist er bei einer geschlossenen Firmenfeier meist nicht, sinnvoll aber häufig. Ab etwa 200 bis 300 Gästen entstehen Aufgaben, die Personal binden: Einlass mit Gästeliste, Garderobe, Zutrittsschutz zu Betriebsbereichen, Alkoholthemen und ein geordneter Abschluss. Kommen Bühne, Feuereffekte, Außenbereich oder prominente Gäste hinzu, kann die Behörde zusätzlich ein Sicherheitskonzept verlangen.
Wie viele Ordner braucht ein Amateurfußballspiel?
Die Zahl gibt der jeweilige Landesverband über Spielordnung und Spielklasse vor, häufig wenige Ordner pro Heimspiel, bei Risikospielen deutlich mehr. Verantwortlich ist der Heimverein als Veranstalter; die Ordner melden sich vor dem Spiel beim Schiedsrichter und werden im Ordnerbuch sowie im elektronischen Spielbericht erfasst. Verbindlich sind die Vorgaben des zuständigen Verbands, nicht bundesweite Pauschalwerte.
Welche Aufgaben übernimmt ein Sicherheitsdienst auf einer Messe?
Auf Messen deckt der Sicherheitsdienst mehrere Phasen ab: Bewachung während Auf- und Abbau, Standbewachung über Nacht, Zutrittskontrolle mit Ausweis- und Ticketprüfung, Empfangs- und Servicetätigkeiten, Streifengänge in Hallen und Außenbereichen sowie Parkraum- und Verkehrslenkung. Hinzu kommen Schutz hochwertiger Exponate, Begleitung von VIP-Gästen und die Zusammenarbeit mit Messeleitung und Hallenaufsicht.
Was ist bei der Sicherheit eines mehrtägigen Festivals mit Camping anders?
Der Betrieb läuft rund um die Uhr, das verändert die gesamte Planung. Neben dem Veranstaltungsgelände müssen Campingflächen, Zufahrten, Sanitärbereiche und Versorgungswege dauerhaft besetzt werden. Themen sind Nachtruhe, Feuer- und Grillverbote, Diebstahlschutz, Wiederzutritt über Bändchen, Alkohol sowie Hitze- und Unwetterlagen. Der Personalbedarf wird über durchgehende Schichtpläne berechnet, nicht über die reine Showdauer.
Dienstleisterwahl & Beauftragung
Woran erkenne ich einen seriösen Sicherheitsdienst für Veranstaltungen?
An nachprüfbaren Nachweisen statt Werbeaussagen. Verlangen Sie die Erlaubnis nach § 34a GewO, Bewacherregister-Eintragungen, Qualifikationsnachweise, eine ausreichende Betriebshaftpflicht sowie Referenzen vergleichbarer Veranstaltungen. Gute Anbieter besichtigen die Örtlichkeit, kalkulieren aufgabenbezogen mit Schichtplan, benennen eine Einsatzleitung, dokumentieren den Einsatz und legen Subunternehmereinsatz offen. Zertifizierungen wie DIN 77200 oder DIN ISO 9001 sind ein zusätzliches Indiz.
Siehe auch: Unternehmen
Wer bietet Veranstaltungsschutz in Nürnberg und Mittelfranken an?
B.O.S. FRANKEN SECURITY betreut Veranstaltungen aus dem Hauptsitz in Schwabach in der Metropolregion Nürnberg. Anschrift: Spitalwaldstraße 3, 91126 Schwabach, Telefon +49 9122 1882210, E-Mail info@bos-franken.de. Von dort werden Konzerte, Open Airs, Sportveranstaltungen und Kongresse in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Umgebung mit Ordnungs- und Sicherheitspersonal versorgt.
Siehe auch: Hauptsitz Schwabach | Metropolregion Nürnberg
Welcher Sicherheitsdienst übernimmt Eventsecurity in Erfurt und Thüringen?
Für Thüringen ist die Niederlassung Erfurt von B.O.S. FRANKEN SECURITY zuständig. Anschrift: Stotternheimer Straße 7, 99086 Erfurt, Telefon +49 361 7311845, E-Mail erfurt@bos-franken.de. Von dort werden Veranstaltungsschutz, Ordnungsdienst, Einlasskontrollen und Objektschutz für Erfurt und die Region abgedeckt. Anfragen mit Datum, Ort, Besucherzahl und Ablaufplan ermöglichen eine schnelle Einschätzung.
Siehe auch: Niederlassung Erfurt
Kann ein Sicherheitsdienst eine Tournee deutschlandweit begleiten?
Ja, Tourneebegleitung ist eine eigene Leistung im Veranstaltungsschutz. Ein festes Team reist mit der Produktion, kennt Abläufe, Künstleranforderungen und Zonenregeln und arbeitet an jedem Spielort mit dem lokalen Ordnungsdienst zusammen. Typische Aufgaben sind Backstage- und Garderobenschutz, Künstlerbegleitung, Bühnenbereich und Anlieferung. B.O.S. FRANKEN SECURITY ist deutschlandweit und gemeinsam mit Kooperationspartnern auch in Österreich und der Schweiz im Einsatz.
Siehe auch: Tournee-Begleitung
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